Nach ihrem triumphalen USA-Comeback in der vergangenen Saison – dem lang erwarteten Debüt beim New York Philharmonic sowie weiteren Auftritten mit dem Cleveland Orchestra und dem Chicago Symphony Orchestra – war Sol Gabetta 2025 mit dem New York Philharmonic beim Bravo! Vail Festival in Colorado zu erleben.
Im Zentrum ihrer Saison 2025/26 steht ein persönliches, historisch inspiriertes Projekt: eine Hommage an eine vergessene Pionierin – Lise Cristiani. Sol Gabetta begibt sich auf eine musikalische Reise im Gedenken an die Cellovirtuosin des 19. Jahrhunderts. Cristianis außergewöhnliche Karriere führte sie über Skandinavien und Russland bis nach Kamtschatka. In diesem Programm lässt Sol Gabetta den Geist von Cristianis legendären Konzerten mit Werken von Schubert, Mendelssohn, Offenbach, Donizetti und Servais in historisch informierter Aufführungspraxis wiederaufleben. Das Projekt wird in bedeutenden europäischen Konzertsälen präsentiert, darunter das Konzerthaus Berlin, die Elbphilharmonie Hamburg, BOZAR Brüssel, die Isarphilharmonie München, das KKL Luzern und das Konzerthaus Dortmund.
Als Focus Artist des Tonhalle-Orchesters Zürich kehrt Sol Gabetta in der Saison 2025/26 an eine Institution zurück, an der sie vor zwanzig Jahren ihr Debüt gab. Darüber hinaus kuratiert sie Residenzen am Konzerthaus Dortmund und bei BOZAR Brüssel. Mit dem Tonhalle-Orchester Zürich, der Tschechischen Philharmonie und der Warschauer Philharmonie ist sie auf internationalen Tourneen zu erleben. Zu weiteren Höhepunkten der Saison zählt das Gewandhausorchester Leipzig sowie eine Spanien-Tournee mit den Bamberger Symphonikern. Zudem setzt Sol Gabetta ihre Zusammenarbeit mit dem Philharmonia Orchestra fort und kehrt zu den Münchner Philharmonikern zurück.
Die Kammermusik nimmt einen zentralen Platz in Sol Gabettas künstlerischem Schaffen ein. Sie konzertiert regelmäßig mit Isabelle Faust, Bertrand Chamayou, Kristian Bezuidenhout, Alexander Melnikov und Francesco Piemontesi.
Sol Gabetta wurde 2022 mit dem Europäischen Kulturpreis ausgezeichnet. Zuvor erhielt sie 2018 den Herbert-von-Karajan-Preis bei den Salzburger Osterfestspielen sowie 2019 den ersten OPUS Klassik Award als Instrumentalistin des Jahres. Sie wurde zudem mit dem Gramophone Young Artist of the Year Award (2010) und dem Würth-Preis der Jeunesses Musicales (2012) ausgezeichnet und erhielt Preise beim Tschaikowsky-Wettbewerb sowie beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD.
Ihre umfangreiche Diskografie bei SONY Classical umfasst u.a. eine Einspielung der späten Schumann-Werke sowie eine Live-Aufnahme der Cellokonzerte von Elgar und Martinů mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle und Krzysztof Urbański. 2017 erschien das Album Dolce Duello gemeinsam mit Cecilia Bartoli bei Decca Classics.